Tanz/Choreografie: Victoria Söntgen, Luisiana Tesfai, Katharina Wiedenhofer
Bühne & Kostüme: Sounds of Silence (Petra Eichler & Susanne Kessler)
Musik: Güldeste
Dramaturgie: Johanna Milz
Licht: Gregor Knüppel
Assistenz: Tsvetelina Topalova
Management: Alexandra Schmidt
Produktionsleitung: Urte Daugirdaite
Premiere: 10 Mai 2026, 15 Uhr, Junge Theaterwerkstatt am Zoo
Credits: Die Produktion wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt, dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain und der Jungen Theaterwerkstatt am Zoo.
Für Geschwister und alle, die es werden wollen!
Hey sister!
Nach ihrem Stück „Väter“ aus dem Jahr 2023 widmet sich Célestine Hennermann einmal mehr einem Familienthema. In ihrer neuen Choreografie Hey Sister! beschäftigt sie sich sowohl mit der Figur und als auch der Rolle der Schwester, in all ihren Kontexten und Zuschreibungen.
Hey Sister! untersucht die Vielfalt und Komplexität von Schwesternschaft – biologisch, gesellschaftlich, politisch. Von intimer Nähe bis zur Rivalität, vom eingespielten Team bis zum gegenseitigen Kräftemessen: Schwesternbeziehungen sind ein Geflecht aus Bindung, Konkurrenz, Abgrenzung und gegenseitiger Prägung.
Naturgemäß stellt sich dabei auch die Frage nach den anderen Geschwistern, den Brüdern. Welche Rollen spiele sie und welche Bedeutungen werden ihnen zugeschrieben? Wie stark ist ihre Präsenz, wenn wir sie nicht auf der Bühne sehen?
Hey Sister! ist eine feministische Auseinandersetzung mit Geschwisterkonstellationen, die bewusst einen erweiterten Blick auf den Begriff „Schwester“ wirft. Neben Modellen von blutsverwandten Geschwistern, gilt es, das gesellschaftliche Bild von Schwestern als Projektionsfläche in Märchen, Popkultur und Literatur zu recherchieren und zu reflektieren. Auch wird der Blick auf die politi¬sche Dimension von Sisterhood gelenkt: als gesellschaftliches und kulturelles Konzept von Solidarität, Empower¬ment, Fürsorge und Zugehörigkeit. Sisterhood eröffnet damit eine Perspektive, die patriarchale und tradi¬tionelle Familienmodelle hinterfragt und stattdessen alternative Formen von Gemeinschaft und Verbun¬denheit sichtbar macht.
Gemeinsam mit den drei Tänzerinnen Victoria Söntgen, Luisiana Tesfai, Katharina Wiedenhofer, dem Bühnenbildnerinnen-Team von Sounds of Silence (Petra Eichler und Susanne Kessler), der Musikerin Güldeste und der Dramaturgin Johanna Milz entwirft die Choreografin Szenen des schwesterlich spannungsvollen Mit- und Gegeneinanders, des gemeinsamen oder einsamen Frau Werdens, der freud- und schmerzvoll geteilten Erfahrungen, der Einordnung in einem familiären und geschwisterlichen Beziehungsgeflechts und der Solidarität.